Vom 17. bis zum 22. August 2026 wurde in Südfrankreich die Rallye du Canal du Midi veranstaltet – und der RVT war dabei! Ein Team reiste nach Toulouse und nahm an dieser aufregenden und hervorragend organisierten Veranstaltung teil.

Der bekannte historische Canal du Midi verbindet die Garonne in Toulouse mit dem Mittelmeer. Einen Teil davon konnte der RVT nun auch auf dem Wasser kennenlernen. Die Rallye beginnt am Port Saint-Sauveur in Toulouse und endet kurz vor der bekannten Schleusentreppe Fonseranes (frz. Échelle d’Écluses de Fonseranes) in Béziers. Das sind rund 169 km (ein kurzes Stück zwischendurch wird per Anhänger übersprungen). Gerudert wird in gut zu fahrenden Doppelvierern mit Steuerplatz des französischen Ruderverbandes, die vom Typ her zwischen Gig- und Rennboot anzusiedeln sind.

Neben dem RVT gingen 18 weitere Mannschaften aus Frankreich und der ganzen Welt an den Start (die weiteste Anreise hatten Teams aus Neuseeland). Die Mannschaft des RVT bestand aus fünf Ruderern und drei Fahrradfahrern, die das Boot an Land begleiteten. Der RVT wechselte die Besetzungen mehrmals täglich, sodass jeder in den Genuss einer Ruder- und einer Fahrradtour kam. Das sportliche Programm der Rallye war so leicht zu bewältigen.

Auf dem Weg passiert die Rallye 39 Schleusen (frz. Écluse). An vielen davon finden sich reizvolle, oft bewirtschaftete Schleusenwärterhäuschen. Die Nutzung der Schleusen ist für Ruderboote jedoch leider nicht möglich. Zum Umtragen steht jedem Team ein kleiner Bootswagen (frz. Chariot) zur Verfügung, der im Boot mitgeführt wird. Mit dem „Chariot“ lassen sich auch längere Strecken an Land problemlos bewältigen, etwa wenn zwei Schleusen so dicht hintereinander liegen, dass sich ein Einsetzen kaum lohnt.

Übernachtet wurde in einem Standquartier in Carcassonne. Für die Fahrten zu den Ein- und Ausstiegstellen standen Reisebusse bereit. Die vom Veranstalter organisierte Unterwegsverpflegung war ausgezeichnet, oft mit einem Drei-Gänge-Menü zum Mittagessen. Neben der Ruder- und Fahrradtour war auch ein Kulturprogramm vorbereitet; so wurde unter anderem die Cité de Carcassonne (Vorbild für das bekannte gleichnamige Brettspiel) besichtigt.

Das Wetter war selbst für südfranzösische Verhältnisse ungewöhnlich sonnig und warm: Selbst in den Abendstunden wurden manchmal noch über 30 °C gemessen.