Der Hamburger Ruderverein an den Teichwiesen e.V. (RVT) ist hervorgegangen aus dem Schülerruderverein der Schule an den Teichwiesen in Volksdorf. Er wurde 1965 von Schülern, Lehrern und Ehemaligen dieser Schule zunächst für den Zweck gegründet, das Schülerrudern zu fördern. Während Anfangs nur Schüler, deren Eltern, Lehrer und Ehemalige Mitglieder sein konnten, öffnete man später den Verein durch Satzungsänderung für jeden, der rudern wollte. Gleichwohl blieb die Förderung des Schülerruderns bis heute ein wesentliches Element der Vereinsaktivitäten (mehr über die RVT-Geschichte ...).

Der Schwerpunkt der Ruderaktivitäten liegt beim Breitensport, insbesondere bei den älteren Mitgliedern, die zum Teil noch zu den Gründungsmitgliedern der ersten Stunde zählen und nach wie vor ihre regelmäßigen Trainingszeiten und Wanderruderfahrten wahrnehmen.

Dennoch ist es dem Verein mit erheblichen finanziellen und persönlichen Anstrengungen in den 80er und 90er Jahren gelungen, im Rennsport zu einer zeitweise beachtlichen Größe zu werden. Das gilt insbesondere für die Ruderinnen. Es begann 1981 mit Bronze bei den Deutschen Jugendmeisterschaften, gefolgt von dritten Plätzen bei den Junioren Weltmeisterschaften 1983 in verschiedenen Bootsklassen.

Ein erster Höhepunkt wird 1984 erreicht durch Titelgewinn und 2. Platz bei Weltmeisterschaften, bei den Kanadischen Meisterschaften und bei der ehrwürdigen Royal-Henley-Ragatta, durch 2. und 3. Plätze bei der Deutschen Meisterschaft, bei internationalen Traditionsrennen und bei der Junioren Weltmeisterschaft.

1986 bis 1987 brachten Medaillenplätze und Siege auf dem "Eichkranz", Medaillenplätze bei der Deutschen Meisterschaft und bei internationalen Traditionsrennen sowie Nominierungen für die Weltmeisterschaft.

1988 bis 1989 konnte der Verein durch seine Ruderinnen zwei Deutsche Meisterschaften, mehrere Siege in internationalen Traditionsrennen und Medaillenplätze auf dem "Eichkranz" einsammeln; auch der erste männliche Ruderer des Vereins steuerte einen 2. Platz bei der Deutschen Meisterschaft bei.

Der rennsportliche Höhepunkt wurde erreicht, als eine RVT-Ruderin 1991 in Wien die Weltmeisterschaft im LG-Doppelzweier gewann. Sie wiederholte diesen Erfolg 1992 bei der Leichtgewicht-WM in Montreal.

Zwei Ruderer vom RVT und vom RV Wandsbek gewannen im Achter Silber bei der Junioren Weltmeisterschaft 1994.

Ende der Neunziger Jahre können auch die Ruderer der 2. Wettkampfebene, die zu dieser Zeit die Trainingsaktivitäten verstärkt hatten, einige Erfolge auf regionalen Regatten einfahren. Exemplarischg zu nennen sind mehrere Siege im Mixed-Vierer bei der Otterndorfer Regatta und der Gewinn des Einer-Rennens bei der offenen Landesmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern durch Frank Wollenweber. 1999 und 2000 erreichte die Debis-Betriebsportgruppe im RVT mehrere Medaillenplätze bei den Hamburger Betriebsportregatten. Zwei B-Junioren fahren für den RVT und den SRVT einen Sieg bei der DRV-Regatta 2003 in Schwerin ein.

Leider war der rennsportliche Höhepunkt Mitte der 90er Jahre überschritten. Langsam wurde auch bei uns die bei vielen Vereinen zu beobachtende Entwicklung spürbar, dass die Jugendlichen sich anderen Freizeitbeschäftigungen zuwenden, für die man sich weniger plagen oder Verantwortung übernehmen muss. Nach wie vor aber bietet der RVT Schülern und Jugendlichen Anfänger- und Fortgeschrittenentraining an.

Die Voraussetzungen sowohl für einen vergnüglichen Breitensport als auch für leistungsorientiertes Rudern könnten beim RVT besser nicht sein:

  • Wir haben eines der schönsten Ruderreviere in Deutschland vor der Nase. Die idyllischen Gewässer unmittelbar am Bootshaus sind ruhiger als auf der Außenalster und daher für das Training bestens geeignet.
  • Ein Geheimtipp - selbst für unsere Mitglieder - ist das Naturschutzgebiet "Eppendorfer Moor" jenseits der Alsterkrugchaussee. Damit haben wir außer dem Alsterwanderweg eine weitere attraktive Laufstrecke vor der Tür.
  • Wir nennen auf unserem ausgedehnten Gelände am Alsterlauf ein geräumiges Bootshaus unser Eigen. Es enthält zwei Bootshallen, einen gut ausgestattetem Fitnessraum, eine Werkstatt, getrennte Dusch- und Umkleideräume für Herren und Damen, eine Sauna, eine Küche und einen großen Clubraum mit Bar. Wir verfügen über einen neuen großen Bootssteg sowie eine Riesenterasse zum Lagern und Feiern.
  • Es gibt im Unterschied zur Außenalster genügend Parkplätze.
  • Unser Clubraum mit Bar und Küche steht Mitgliedern auch für private Feiern zur Verfügung.
  • Wir bieten reichlich Gruppenfahrten (Sternfahrten, Wanderruderfahrten, Langstreckenfahrten) sowie Regattateilnahmen an. Gemeinsame Feiern und Aktivitäten -auch außerhalb des Ruderns- tragen zum Wohlfühlen im Verein bei.
  • Wir stellen Übungsleiter für Anfänger (Jugendliche und Erwachsene) und Fortgeschrittene. Wir lassen gute Ruderer auch zu Trainern ausbilden, wenn sie sich selbst als Übungsleiter zur Verfügung stellen wollen.
  • Unser Bootsmaterial ist vom Feinsten: wir besitzen 58 Boote mit einem Versicherungswert von rund 276 Tsd. €, angefangen von edlen Traditionsbooten aus Holz (Riemenachter, Renneiner, Rennzweier, Rennvierer, A-Gig-Zweier, C-Gig-Zweier, C-Gig-Vierer, A-Gig-Vierer) bis hin zu modernen Kunststoff-, GFK- und KFK-Booten (Renneiner, Rennzweier, Rennvierer, C-Gig-Zweier, E-Gig-Zweier, C-Gig-Dreier, C-Gig-Vierer, E-Gig-Vierer) ist für jeden Geschmack, für jedes Gewicht und für jedes Können etwas vorhanden.
  • Unsere Vereinsbeiträge sind vergleichsweise niedrig.

Unsere Aktiven haben sich in einer oder mehreren Rudergruppen organisiert mit festen Ruder- und Trainingszeiten zumeist ab Spätnachmittag:

  • Montags trainieren die Betriebssportgruppe, die Anfänger und Fortgeschrittene aller Altersgruppen.
  • Dienstags tummeln sich die so genannten "Altherren" (reicht von Anfang 40 bis Ende 60) mit mehreren Booten auf Alster und den Kanälen, zumeist unterbrochen durch einen "Einkehrschwung".
  • Mittwoch ist der Tag der Kinder und Jugendlichen sowie der Aktiven mittleren Alters.
  • Am Donnerstagvormittag können es einige "Altherren" mit viel Zeit nicht lassen, abends sind die Damen dran (bis vor Kurzem hießen sie doch tatsächlich noch die "Hausfrauen") bei ihrer Tour durch Alster und Kanäle. Außerdem findet das Fortgeschrittenen-Training statt.
  • Am Freitag trainiert die Schulrudergruppe des Gymnasiums Corveystraße.
  • Einige Gruppen haben es während der Rudersaison zur Tradition gemacht, nach dem Training gemeinsam im Clubraum zu Abend zu essen. Im Winter trainiert man gemeinsam im Fitnessraum und erfrischt sich danach in der Sauna.

Es gibt tagsüber und an Wochenenden noch viel ungenutzte Zeit, die neuen Gruppen zur Verfügung gestellt werden kann, vorausgesetzt sie können über diese Tageszeiten verfügen und finden einen Obmann, also einen für die Gruppe und für das Material verantwortlichen. So bieten sich die Vormittage oder frühen Nachmittage für Schüler oder Schulen mit Schülerrudergruppen an. An Wochenenden sind die Ruderaktivitäten erstaunlich gering, hier gibt es für jede Alterklasse noch Möglichkeiten, zu rudern.

Haben Sie Angst vor dem Vereinsleben? So mit rigiden Regeln, Ehrerbietung gegenüber dem Vereinspräsidenten und den übrigen Honoratioren, mit Befehlston, Gehorsam, Trainingszwang, Kleidervorschriften, stundenlangen Reden bei Sitzungen, eifersüchtigen Streitereien um Ämter und mit Strafen bei Fehlverhalten? Dann kommen Sie zu uns; Sie werden sich wohl fühlen.